WER IST K.WIENA?

K.WIENA ist Mundartmusik auf der A2 des Austropop: Gschichtldruckn zwischen Kärntner A und Meidlinger L

K.WIENA macht Mundartrock mit Gfühl. Ein dialektischer Gschichtldrucker, unterwegs auf der musikalischen A2: Zwischen Kärntner A und Meidlinger L. Als Singer-Storyteller kombiniert er Mundarttexte mit handgemachter Rockmusik. Bemerkenswerte Geschichten – kritisch, witzig oder einfach gefühlvoll – umrahmt der Kärntner Wiener mit ehrlichen Gitarrenklängen, eingängigen Melodien und schnürt den guten alten Austropop ins Gwandl des Mundartrock, mit Anspruch auf Internationalität.

Inhaltlich ist K.WIENA ein Ausbruch aus dem Korsett der Heimattümelei. Eine dialektische Fantasiewelt, die durch die Vermischung des Kärntnerischen mit dem Wienerischen entsteht. K.WIENA ist nicht aufgesetzt, K.WIENA ist gesetzt. Unaufgeregt ehrlich, pur, gefühlvoll, lustvoll. Man wird in eine Klangwelt katapultiert, die genauso gut in Los Angeles wie in Wien-Floridsdorf funktioniert. Und auch die augenzwinkernde Kritik, die in den Texten steckt, muss nicht nur auf die österreichische Seele beschränkt bleiben. Denn “Fetzenschädl” findet man weltweit – genauso wie einen “Herr Loderer”. Und den einen Herrn, der nur Schaß auf Facebook postet (I kenn an Herrn) kennt auch jeder Mensch auf dieser Welt. Ebenso wie das Phänomen des “Falln und Fliagn” oder Menschen, die mit Scheuklappen durchs Leben rennen und denen ein beherztes “Mach die Augen auf!” zugerufen werden müsste. “Vergiss mi” sagt man auch in Little Britain (auf Englisch halt) und Alzheimer „(So weit weg) ist auch im entfernten China ein Problem. Dass man den Dialekt der Songs nur im deutschsprachigen Raum versteht tut dabei nichts zur Sache. In der Musik geht es schließlich um Emotionen. Oder wie viele deutschsprachige Fans der berühmten Italo-Barden, von Venditti bis Ramazotti, verstehen mehr als „Ti amo“?

 

Wer ist der Künstler hinter der Gitarre?

K.WIENA wurde im Jahr 2019 von Florian Schauer-Bieche gegründet. Hauptberuflich Texter und Werbemann, zupft der gebürtige Klagenfurter seit seinem 12. Lebensjahr die Gitarre.

Gitarrewürgen und Saitenspringen. Die ersten musikalischen Gehversuche unternahm er in einer Schulband, die er – aus Ermangelung an Angebot – selbst gründete. Viele Konzerte und diverse Genre-Ausflüge später produziert Florian mit seiner Band „Navarino“ 2008 eine EP in einem Wiener Underground Studio. Man drehte einen amüsanten Clip zum Song „C’est la nuit“ (Fleißaufgabe: Finde das Video auf Youtube!)

Es folgten kleine Achtungserfolge bei Band-Bewerben und Randnotizen in Regionalmedien (siehe Foto folgend).

Doch die Realität war härter als das Durchhaltevermögen. Der gute alte Ernst, der des Lebens, klopfte an die Tür. Die schlichte Notwendigkeit den Kühlschrank  füllen zu müssen zerrte ihn weg von seiner Leidenschaft. 2013 hängte der Freigeist die „Klampfn“ – aus heute unerfindlichen Gründen – an den Nagel.  Seine Gitarrensammlung verkaufte er. Bis auf seine alte und erste Akustikgitarre. Fertig sei er mit der Musik – redete er sich ein. Doch die Musik war nicht fertig mit ihm.

Die Musik kam wieder. Fuhr in seine alte Akustikgitarre und machte sich lauthals bemerkbar – und sorgte für Gänsehaut, an jenem Abend im Jahr 2015. Es war wie im Film. Eine ruhige Nacht. Draußen zog der Nebel durch die Gassen. Das Brummen der Motoren war längst verstummt und leichter Schneefall betäubte den Straßenlärm. Unser Protagonist liegt auf der Couch, dem Schlaf ganz nahe, mit dem Buch auf der Nase. Plötzlich ein metallisches Geräusch. Wie ein Peitschenhieb. Dann noch eines. Gefolgt von einem dumpfen Rumpeln. Unser Protagonist schreckt auf. Folgt den eigenwilligen Geräuschen, bis er vor dem Schlafzimmerkasten steht. Mit leicht schwitzenden Händen und die Nummer der Ghostbusters murmelnd, fasst er den Knauf und reißt die Schranktüre auf – in Erwartung von einer mysteriösen Macht ins Nicht hinfortgerissen zu werden. Doch nichts dergleichen: Auf ihn kippte seine alte Gitarre, auf der drei Saiten gerissen waren. Sie fiel ihm wortwörtlich wieder in die Hände. Es war der Neubeginn einer alten Liebe, die nie rostete (ausgenommen der Gitarrensaiten). Er packte die Gitarre beim Hals, schleppte sie ins Wohnzimmer, legte sie über seine Knie – und zog neue Saiten auf, die noch verschweißt in der Gitarrentasche steckten. Und dann war plötzlich alles wieder da – Hunderte Songideen fuhren aus seinen Fingern direkt in das Schallloch und flogen in die Welt hinaus.

K.WIENA – wie alles seinen Lauf nahm. Von 2015 dauerte es dann doch noch vier Jahre bis K.WIENA geboren war. Erst ein Aufenthalt in os Angeles motivierte ihn dazu sich selbst der Mundartmusik zu widmen. Dort an der Westküste der USA, umgeben von feiernden Menschen aus allen Ländern dieser Welt, mit einem Salzburger Bier in der Hand und auf die Show-Tänzerinnen blickend, die alles zeigen durften, nur ihre Nippel nicht, fragte er sich: „Wenn den Amerikanern österreichisches Bier schmeckt, warum sollte ihnen nicht auch der Dialekt dazu munden?“

Zurück in Österreich setzte er sich hin – und siehe da: Das Singen in Mundart passierte ganz locker flockig. Das Kärntner A kombiniert mit dem Meidlinger L, so wie es eben „ka echter Wiener“ aber ein „Kärntner Wiener“ machen würde. Es klang gar nicht so fremd wie befürchtet. Vor allem aber fühlte es sich richtig an. Richtig gut. K.WIENA war geboren.

Den Satz „Ich mach es nur für mich“ glaubt dir niemand. Das hat K.WIENA schnell lernen müssen. Und schon relativ bald wollten viele Menschen Songs hören. „Wo kann ich deine Songs anhören?“, wurde er immer öfter gefragt. „Hier, live“, war den meisten zu wenig. Die logische Konsequenz? Der Weg ins Studio.

„Ich habe schnell lernen müssen, dass man Musik nie wirklich nur für sich macht. Sobald man einen Ton in die Welt entlässt gehört der allen. Und wenn ich etwas mache, dann richtig. Ich wollte nicht einfach nur ein paar Handyaufnahmen, sondern ordentlich produzierten Sound. Im Nachhinein der absolut richtige Schritt. Damals wusste ich ja nicht, dass ich schon ein Jahr später im Radio gespielt werden würde. Das war auch ehrlich gesagt nie mein Ziel. Das hat sich alles ergeben. Genauso wie der Kontakt zu meinem heutigen Produzenten. Durch viel Glück kam ich mit Austropop-Veteran Didi Baumgartner in Kontakt (langjähriger Gitarrist von Peter Cornelius, Gründer von Die Wödmasta gemeinsam mit Roland Vogl und langgedienter Alkbottle-Gitarrist). Er war es dann, der meine musikalischen Ambitionen auch auf den musikalischen Boden bringen konnte. Und es war die absolut richtige Entscheidung für mich. Daher auch großer Dank an Didi an dieser Stelle, der mir diesen speziellen Austropop-Sound liefern konnte, nach dem ich unbewusst schon die ganze Zeit gesucht habe. “

 

Album-Debut: Nach über einem Jahr Studioarbeit und mit kurzer Corona-Unterbrechung veröffentlichte K.WIENA Anfang April 2021 das Album „Vom Falln und Fliagn“. Veröffentlicht im eigenen Label MUND.ART RECORDS. 

 

Zu hören gibt es K.WIENA überall, wo es Musik zu streamen gibt:
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Fotocredits: Thomas Podobnig (1) und Dominik Achatz (2)

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